Unternehmensberatungen können weltweit und regional tätig sein

Die Unternehmensberatungen sind ein aufstrebender Wirtschaftssektor. Vor allen Dingen die Globalisierung und der ständig wachsende Zeitdruck in der Produktion machen die Auslagerung des Managements für viele Unternehmen unvermeidbar. Natürlich stehen die Unternehmensberatungen nicht nur großen Unternehmen zur Verfügung, auch kleine und mittelständische Betriebe können sich der Hilfe einer Unternehmensberatung bedienen.

 

Bevor man sich an eine Unternehmensberatung wendet, sollte man seinen Bedarf ermitteln. Ist man regional tätig und ist man zudem in einem kleinen Ort ansässig, wird man wohl kaum unter den Unternehmensberatungen suchen, die weltweit agieren und in den großen Metropolen ihren Sitz haben. Immerhin ist es auch eine Frage des Geldes, denn die Beratungsleistungen haben selbstverständlich ihren Preis.

 

Es gibt vier Voraussetzungen, die Unternehmensberatungen mitbringen müssen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob man sich für einen allein tätigen Unternehmensberater entscheidet, ein kleines Büro mit fünf Unternehmensberatern bevorzugt oder eine weltweit bekannte Unternehmensberatung beauftragt. Die Unternehmensberatung muss in jedem Falle kompetent, unabhängig, objektiv und vertrauenswürdig sein. Allerdings ist es gar nicht so leicht feststellbar, ob die Unternehmensberatungen diese Bedingungen erfüllen. Bei weltweit agierenden Unternehmen dürfte daran kein Zweifel bestehen. Aber wie ist es mit dem Unternehmensberater nebenan, der sein Büro vielleicht sogar im Dachgeschoss seines Einfamilienhauses hat?

 

Grundsätzlich besagt die Größe des Büros nichts über die Qualität der Arbeit. Ein einzelner Unternehmensberater kann genauso engagiert und erfolgreich sein wie eine gut eingeführte GmbH. Man kann aber die Qualifikation nicht eindeutig erkennen. Deshalb sollte man zum Nachweis derselben unbedingt eines oder mehrere Schriftstücke einsehen. Kann der Unternehmensberater ein solches nicht vorweisen, ist Vorsicht geboten.

 

Auch aus einer Berufsbezeichnung kann man die Qualifikation erkennen. Führt der Unternehmensberater die Bezeichnung Betriebswirt oder Wirtschaftsingenieur, hat er ein entsprechendes Studium abgeschlossen und ist zumindest vom theoretischen Wissen befähigt, sich Unternehmensberater zu nennen. Auf den Namen Unternehmensberater darf man aber nicht allzu viel geben. Dieser Name ist nicht geschützt und kann von jedem getragen werden. Er sagt nichts über die Qualifikation der Person aus. Diese kann man nur durch entsprechende Nachweise erkennen.

Der Unternehmensberater ist eine Vertrauensperson des Unternehmers

Die Leitung eines erfolgreichen Unternehmens ist ein sehr umfangreicher Prozess. Man muss viel wissen und dieses Wissen auch umsetzen können. Da man in der Regel nicht alles wissen kann, werden verschiedene Bereiche ausgelagert. Häufig ist dies die Buchhaltung oder das Management. Während die Buchhaltung in der Regel einem Steuerberater obliegt, ist für das Management ein Unternehmensberater zuständig.

 

Unternehmensberater sind im günstigsten Falle studiere Wirtschaftsingenieure oder Betriebswirte. Sie kennen sich in der Wirtschaft aus und verfügen über theoretisches und praktisches Wissen im Management. Eine wesentliche Eigenschaft des Unternehmensberaters ist die Vertrauenswürdigkeit. Er ist eng in den Produktionsprozess des Unternehmens eingebunden und sozusagen eine Vertrauensperson des Unternehmers. Daher ist er zu strenger Geheimhaltung verpflichtet. Ihm kommen Dinge zu Ohren und Augen, die nicht für die Öffentlichkeit und schon gar nicht für die Konkurrenz bestimmt sind. Deshalb ist Verschwiegenheit das oberste Gebot des Unternehmensberaters.

 

Weiterhin muss er unabhängig sein. Diese Unabhängigkeit stellt in Deutschland manchmal ein regelrechtes Problem dar. Weil die Berufsbezeichnung Unternehmensberater nicht geschützt ist, können sich auch Personen aus anderen Berufsgruppen so nennen. So können diese Personen in Abhängigkeit anderer Vertragspartner stehen. Versicherungsgesellschaften sind hier ein gutes Beispiel. Sie beschäftigen ebenfalls Hochschulabsolventen, die als Unternehmensberater tätig sein können. Das führt dazu, dass beim Abschluss von notwendigen Versicherungen oder Finanzierungen dem ratsuchenden Unternehmer nur Angebote einer bestimmten Gesellschaft präsentiert werden. Das ist von einer unabhängigen Beratung weit entfernt.

 

Die ungeschützte Berufsbezeichnung hinterlässt außerdem bei der Kompetenz und der Objektivität ihre Spuren. Mangelnde Kompetenz kann etwa durch ein fehlendes Studium begründet sein. Bei fehlender Objektivität liegen oft die oben bereits ausführlich erläuterten Gründe vor. Einen Unternehmensberater zu finden, ist deshalb manchmal gar nicht leicht. Eine gute Adresse ist in dieser Beziehung der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e. V. Hier kann man sich geeignete Unternehmensberater nennen lassen. Zudem sollte man sich Nachweise und Qualifikationen vorlegen lassen.